VMware-Tools unter Debian 7 installieren

Möchte man Debian unter VMware betreiben, so ist zur vollen Ausnutzung der VMware-Funktionen eine Installation der VMware-Tools notwendig. Nur mit diesen kann man z.B. das Gastsystem durch VMware neu starten oder per Drag and Drop Dateien hinein oder heraus kopieren – grafische Benutzeroberfläche vorausgesetzt.

Und die Tools installieren zu können, braucht Debian erst noch ein paar Pakete. Diese werden durch folgende Befehle installiert:

root@debian:~# apt-get install build-essential
root@debian:~# apt-get install linux-headers-$(uname -r)

Anschließend kann über den Menüpunkt „VM -> Install VMware Tools…“ die virtuelle CD mit den Tools im Host eingelegt werden. Da Debian die „CD“ nicht selbst mountet, müssen wir das von Hand erledigen:

root@debian:~#mkdir /mnt/cdrom
root@debian:~#mount /dev/cdrom /mnt/cdrom
root@debian:~#cp /mnt/cdrom/VMwareTools-*.tar.gz /tmp
root@debian:~#umount /mnt/cdrom

Beim Teil „VMware-Tools-* musst du den Stern durch die bei dir angezeigte Versionsnummer austauschen. „Die „CD“ ist nun im Dateisystem gemountet. Nun können wir die für die Installation notwendigen Schritte vornehmen:

root@debian:~#tar -zxf /tmp/VMwareTools-*.tar.gz -C /tmp
root@debian:~#cd /tmp
root@debian:~#./vmware-tools-distrib/vmware-install.pl --default
root@debian:~#rm -f /tmp/VMwareTools-*.tar.gz
root@debian:~#rm -rf /tmp/vmware-tools-distrib

Jetzt sind die VMware-Tools installiert. Es fehlt nur noch ein Neustart des virtuellen Debians. Fertig!

Verzögerung beim automatischen Start von VMs unter VMware ESX konfigurieren

Ein VMware Host kann so konfiguriert werden, dass er, wenn er gestartet wird, die Maschinen, die auf ihm installiert sind, automatisch startet. Auf simple Art und Weise lässt sich hier die Reihenfolge einstellen, welche Maschine zuerst und welche zuletzt gestartet werden soll und vor allem in welchem Zeitabstand. Das ist auch wichtig, denn wenn alle virtuellen Maschinen gleichzeitig gestartet werden, kommt der Host in den meisten fällen ordentlich ins schwitzen. Und das wollen wir ja nicht.

Und so wird’s gemacht:

Im VMware vCenter gibt es bei jedem Host den Tab „Configuration“. In diesem Tab klickst du auf den Punkt „Virtual Machine Startup/Shutdown“ unter „Software“. Hier siehst du nun deine Maschinen in der Reihenfolge, wie sie gestartet werden und mit welcher Verzögerung. Durch Klick auf „Propierties…“ ganz am rechten Rand kannst du das Konfigurationsfenster öffnen:

VMs automatisch starten
VMs automatisch starten

Im folgenden Fenster kannst du das ganze nun ganz nach deinen Wünschen anpassen:

Reihenfolge und Zeit des Starts oder Stops konfigurieren
Reihenfolge und Zeit des Starts oder Stops konfigurieren

Alle VMs, die sich unter „Automatic Startup“ befinden, werden nach dem Start von VMware automatisch hochgefahren. 120 Sekunden „Startup Delay“ bedeutet, dass erst VM1 gestartet wird. Dann wird 120 Sekunden gewartet. Ist diese Zeit um, startet VM2 und es wird wieder 120 Sekunden gewartet, bevor VM3 an der Reihe ist und so weiter und sofort.

Beim Herunterfahren verhält es sich genau anders herum. Hier wird erst die letzte Maschine heruntergefahren (vorausgesetzt die VMware-Tools sind installiert). Anschließend wird 30 Sekunden gewartet und dann kommt die zweit letzte Maschine an die Reihe usw.

Wie du siehst, ist das gar nicht schwer. Aber überlege dir gut, welche Server als erstes wie laufen müssen und welche etwas warten können. Als allererstes wird man wohl immer den Domain Controller startet. Zu beachten gilt auch, dass der Exchange Server oftmals ganz schön lange brauchen kann, bis er gestartet ist. Etwas Planung ist also zu empfehlen.

Englischer VMware vShpere Client unter Deutschem Windows 7

Ich mag keine Deutschen Administrations-Oberflächen. Für meine Arbeit benötige ich allerdings ein Deutsches Windows 7 auf meinem Notebook. Trotzdem verwende ich nach Möglichkeit jede Administrations-Oberfläche und jeden Server in Englisch.

Der vSphere-Client von VMware stellt seine Sprache allerdings automatisch nach der auf dem System installierten Sprache ein. Bei mir also Deutsch. Leider konnte ich im Client selbst keine Option finden, deshalb wende ich einen kleinen Workaround an. Und zwar kann man die vSphere-Verknüpfung ein klein Wenig ändern, so dass das Programm zukünftig in Englisch startet.

Öffne die Eigenschaften deines VMware vSphere Clients:

Open the properties of your VMware vSphere Client
Open the properties of your VMware vSphere Client

Und nun hänge „-locale en_US“ am Ende des „Ziel“-Felds im Tab „Verknüpfung“ an:

Verknüpfung von VMware vSphere bearbeiten
Verknüpfung von VMware vSphere bearbeiten

Wenn du über diese Verknüpfung den vSphere Client startest, hast du ab sofort ein Englisches Interface. Nett!

Jetzt hast du ein Englisches Interface
Jetzt hast du ein Englisches Interface