Ein Google für menschliche Gene?

Mit 23andMe gibt es seit 2007 ein US-Amerikanisches Unternehmen, welches sich darauf spezialisiert hat, menschliche Gene zu analysieren und Vorhersagen über eventuelle gesundheitliche Gefährdungen zu erstellen. Laut Webseite ist es ihnen möglich, über 240 „gesundheitlichen Bedingungen und Eigenschaften“ zu erkennen. Zudem können angeblich Aussagen über deine Vorfahren, deine Abstammung und deine Verwandtschaft gemacht werden. Die US-Firma, mit Sitz im Kalifornischen Mountain View, hält deinen Bericht überdies stehts Up to Date und schickt dir regelmäßig neuste Wissenschaftliche Erkenntnisse, auf dich persönlich zugeschnitten. Um 99 US-Dollar kann man eine DNS-Probe von sich einschicken, die dann analysiert, und natürlich gespeichert, wird. Irgendwie ein gruseliger Gedanke.

Richard Gutjahr ist in die USA gereist und hat die Sprecherin des Unternehmens interviewt. Auf seinem Blog gibt’s das interessante Interview zum lesen.

NSA scannt Adressbücher und Kontaktlisten

Das nächste „Programm“ der NSA ist nun also bekannt. Der US-Amerikanische Geheimdienst scannt also Millionen Adressbücher und Kontaktlisten aus E-Mail-Diensten, Sozialen Netzwerken und Instant Messaging-Programmen.

Mir fällt dazu eigentlich nur noch eins ein:
Wen wundert’s? Überrascht euch das wirklich noch? Inzwischen sollte wohl klar sein, dass sich die Geheimdienste einfach alles krallen, was sie in ihre Hände bekommen. Privatsphäre wird dabei rücksichtslos missachtet. Mich würde eher interessieren, ob es noch irgendetwas gibt, was nicht von irgendeinem Geheimdienst überwacht, kontrolliert und gesammelt wird.

Hier stellt sich zwischenzeitlich auch die Frage, was der Versucht, sich dagegen zu wehren, oder so wenige Daten wie möglich zu verursachen, überhaupt noch nützt? Du bist nicht bei Facebook? Egal, die anderen lassen ihre Adressbücher scannen und dokumentieren so ihre Bekanntschaft zu dir. Oder sie laden Fotos hoch, auf denen man sichtbar ist. Die Gesichtserkennungssoftware tut dann ihr restliches dazu. Du verwendest kein Google Mail? Aber andere tun es. Oder irgendeinen anderen Mail Provider. Zudem wissen wir ja, dass E-Mails unverschlüsselt versendet werden und die Geheimdienste alle sammeln und zu Profilen auswerten. Auch wenn du keine E-Mails sendest, wirst du wohl von anderen Personen, Freunden und Bekannten erwähnt und somit kann man wieder Profile über dich erstellen. Du verwendest kein Dropbox? Na ja, hier wird die Argumentation schon schwieriger. Allerdings vertraue ich meiner Antiviren-Software auch nicht mehr. Jedes AV-Programm hat inzwischen Funktionen, mir welcher die gescannten Dateien per Cloud-Service überprüft werden. Zum Teil werden Dateien und Dokumente sogar auf die Server der Antiviren-Firmen hochgeladen und direkt dort gescannt. Um schneller zu reagieren und bessere Erkennungsraten zu schaffen, wie die Unternehmen behaupten. Zudem wird versprochen, dass die Dateien natürlich gleich wieder von den Servern gelöscht werden. Doch wer prüft das? Wer sagt uns, dass wir den Unternehmen trauen können? Wer garantiert uns, dass nicht auch diese Firmen schon lange Verträge mit irgendwelchen Geheimdiensten haben?

Es ist ja gut und Recht, zu versuchen, sich etwas davor zu schützen, denn schließlich hat jeder Mensch das Recht auf Privatsphäre. Andererseits glaube ich allmählich, dass wir als Volk so gar nicht die Möglichkeit haben, uns selbst zu schützten. Wenn uns der Staat nicht mit ordentlichen Gesetzen schützt und auch nicht dafür  sorgt, dass diese durchgesetzt werden, so wird sich wohl oder übel nichts ändern. Der nächste Schritt ist dann ein Umdenken in den Führungskreisen von Polizei und Geheimdiensten.

Versteht mich nicht falsch, ich versuche durchaus weiterhin, meine Privatsphäre zu schützen und baue mir Alternativen zu Dropbox, Evernote und Gmail auf. Angesichts solcher Meldungen fragt man sich jedoch ernsthaft, was das Ganze bringt, wenn es offensichtlich niemanden zu interessieren scheint.

Samsung Galaxy S (GT-I9000): Es kann keine stabile Datenverbindung zum Server hergestellt werden

Ja, ich weiß. Das Samsung Galaxy S ist nicht mehr gerade das aktuellste Smartphone. Nichts desto trotz haben wir bei uns in der Firma noch ein paar Modelle herum schwirren.

Heute musste ich bei einem Gerät E-Mail-Konto und den Kalender neu einrichten. Als ich über den Kalender das Google-Konto, welches notwendig ist, um den Kalender verwenden zu können, einbinden wollte, bekam ich ständig die Fehlermeldung, dass keine stabile Datenverbindung zum Google-Server hergestellt werden könne. Auch ein Neustart und das herausnehmen des Akkus hat leider nichts genutzt. Es gibt hier aber eine kleine, witzige Art, diesen Fehler zu umgehen. Und zwar wie folgt:Mach einfach die Youtube-App auf und logge dich dort mit deinem Google-Konto ein. Und schon hast du das Konto eingerichtet und kannst den Kalender sowie den Play Store verwenden.

Sachen gibt’s…

Dropbox-Konto gelöscht

Nun habe ich also mein Dropbox-Konto gelöscht. Die ganzen NSA- und Privacy-Leaks der letzten Wochen sind einfach zu viele.

„Früher“ hat man ja noch gerne gesagt „Ich bin zu uninteressant für die“. Seit „Full Take“ wissen wir jedoch, dass dem nicht so ist. Jeder, der im Internet unterwegs ist, ist für die NSA – und auch für alle anderen Geheimdienste – eine interessante Person. Ich schaue mich schon länger nach alternativen zu Dropbox, Google Mail usw. um. Seit den Leaks jedoch wieder viel stärker.

Für’s erste habe ich mich dazu entschieden, meine externe Festplatte aus dem Schrank zu holen und alle meine Daten auf dieser zu speichern. Es ist zwar etwas umständlicher, jedes Mal die externe Platte anstöpseln zu müssen, aber sei’s wie’s sei, immer noch besser, als alle Daten offen für alle auf Dropbox zu speichern.

Soweit so gut. Als nächstes ist Evernote an der Reihe.