XAMPP per Dropbox auf mehrere Rechner synchronisieren

Als Webentwickler arbeitet man mit hoher Wahrscheinlichkeit mit XAMPP als Entwicklungsumgebung am lokalen Computer. Wer zudem wie ich auf verschiedenen Computern arbeitet, möchte seine Entwicklungsumgebung meist auch auf allen Computern zur Verfügung haben. Ich synchronisiere deshalb meine PHP-Webseiten und die MySQL-Datenbanken über Dropbox auf all meine PCs.

Um das zu erreichen, müssen zum Ersten die Daten vom Webserver und von MySQL in die Dropbox kopiert und zum zweiten die Konfigurationsdateien von Apache (httpd.conf) und MySQL (my.ini) bearbeitet werden. Als erstes kopierst du am besten die Dateien in deine Dropbox. Kopiere dazu die beiden Ordner „htdocs“ und „mysql“ in deinem XAMPP-Verzeichnis (Standardmäßig unter C:xampp) in deine Dropbox.

Nun muss das XAMPP Control Center gestartet und die Konfiguration bearbeitet werden.

Nehmen wir uns als erstes den Apache Webserver vor. Um die Konfigurationsdatei zu öffnen, klickst du auf „Config“ und dann auf „httpd.conf“.

Apache-Konfiguration bearbeiten
Apache-Konfiguration bearbeiten

In der Konfigurationsdatei musst du nun die Zeilen 242 (DocumentRoot) und 243 (Directory) bearbeiten. Hier wird nämlich angezeigt, wo die Dateien für die Webseiten liegen. Hier musst du den Pfad zum htdocs-Verzeichnis in deiner Dropbox angeben. In meinem Fall sieht dies so aus:

DocumentRoot "D:/Dropbox/pd/xampp/htdocs"
Directory "D:/Dropbox/pd/xampp/htdocs"

Jetzt kommt die MySQL-Konfiguration dran. Hier öffnest du wieder die Konfigurationsdatei über „Config“ und dann „my.ini“.

MySQL-Konfiguration bearbeiten
MySQL-Konfiguration bearbeiten

In dieser Datei ist der Abschnitt „[mysqld]“ ab Zeile 27 von Interesse. In Zeile 32 (datadir) gibst du nun auch hier wieder den Pfad zur MySQL-Konfiguration in deiner Dropbox an. In meinem Falle sieht diese Zeile dann wiederum wie folgt aus:

datadir = "D:/Dropbox/pd/xampp/mysql/data"

Das war’s. Apache und MySQL wird nun über die Dropbox synchronisiert. Diese Konfiguration musst du nun noch auch auf allen anderen Computern vornehmen, von welchen aus du arbeiten möchtest. ABER ACHTUNG: Es ist wichtig, dass du immer nur auf einem Computer gleichzeitig arbeitest, da es ansonsten zu Konflikten in den Daten kommt.

NSA scannt Adressbücher und Kontaktlisten

Das nächste „Programm“ der NSA ist nun also bekannt. Der US-Amerikanische Geheimdienst scannt also Millionen Adressbücher und Kontaktlisten aus E-Mail-Diensten, Sozialen Netzwerken und Instant Messaging-Programmen.

Mir fällt dazu eigentlich nur noch eins ein:
Wen wundert’s? Überrascht euch das wirklich noch? Inzwischen sollte wohl klar sein, dass sich die Geheimdienste einfach alles krallen, was sie in ihre Hände bekommen. Privatsphäre wird dabei rücksichtslos missachtet. Mich würde eher interessieren, ob es noch irgendetwas gibt, was nicht von irgendeinem Geheimdienst überwacht, kontrolliert und gesammelt wird.

Hier stellt sich zwischenzeitlich auch die Frage, was der Versucht, sich dagegen zu wehren, oder so wenige Daten wie möglich zu verursachen, überhaupt noch nützt? Du bist nicht bei Facebook? Egal, die anderen lassen ihre Adressbücher scannen und dokumentieren so ihre Bekanntschaft zu dir. Oder sie laden Fotos hoch, auf denen man sichtbar ist. Die Gesichtserkennungssoftware tut dann ihr restliches dazu. Du verwendest kein Google Mail? Aber andere tun es. Oder irgendeinen anderen Mail Provider. Zudem wissen wir ja, dass E-Mails unverschlüsselt versendet werden und die Geheimdienste alle sammeln und zu Profilen auswerten. Auch wenn du keine E-Mails sendest, wirst du wohl von anderen Personen, Freunden und Bekannten erwähnt und somit kann man wieder Profile über dich erstellen. Du verwendest kein Dropbox? Na ja, hier wird die Argumentation schon schwieriger. Allerdings vertraue ich meiner Antiviren-Software auch nicht mehr. Jedes AV-Programm hat inzwischen Funktionen, mir welcher die gescannten Dateien per Cloud-Service überprüft werden. Zum Teil werden Dateien und Dokumente sogar auf die Server der Antiviren-Firmen hochgeladen und direkt dort gescannt. Um schneller zu reagieren und bessere Erkennungsraten zu schaffen, wie die Unternehmen behaupten. Zudem wird versprochen, dass die Dateien natürlich gleich wieder von den Servern gelöscht werden. Doch wer prüft das? Wer sagt uns, dass wir den Unternehmen trauen können? Wer garantiert uns, dass nicht auch diese Firmen schon lange Verträge mit irgendwelchen Geheimdiensten haben?

Es ist ja gut und Recht, zu versuchen, sich etwas davor zu schützen, denn schließlich hat jeder Mensch das Recht auf Privatsphäre. Andererseits glaube ich allmählich, dass wir als Volk so gar nicht die Möglichkeit haben, uns selbst zu schützten. Wenn uns der Staat nicht mit ordentlichen Gesetzen schützt und auch nicht dafür  sorgt, dass diese durchgesetzt werden, so wird sich wohl oder übel nichts ändern. Der nächste Schritt ist dann ein Umdenken in den Führungskreisen von Polizei und Geheimdiensten.

Versteht mich nicht falsch, ich versuche durchaus weiterhin, meine Privatsphäre zu schützen und baue mir Alternativen zu Dropbox, Evernote und Gmail auf. Angesichts solcher Meldungen fragt man sich jedoch ernsthaft, was das Ganze bringt, wenn es offensichtlich niemanden zu interessieren scheint.

Dropbox-Konto gelöscht

Nun habe ich also mein Dropbox-Konto gelöscht. Die ganzen NSA- und Privacy-Leaks der letzten Wochen sind einfach zu viele.

„Früher“ hat man ja noch gerne gesagt „Ich bin zu uninteressant für die“. Seit „Full Take“ wissen wir jedoch, dass dem nicht so ist. Jeder, der im Internet unterwegs ist, ist für die NSA – und auch für alle anderen Geheimdienste – eine interessante Person. Ich schaue mich schon länger nach alternativen zu Dropbox, Google Mail usw. um. Seit den Leaks jedoch wieder viel stärker.

Für’s erste habe ich mich dazu entschieden, meine externe Festplatte aus dem Schrank zu holen und alle meine Daten auf dieser zu speichern. Es ist zwar etwas umständlicher, jedes Mal die externe Platte anstöpseln zu müssen, aber sei’s wie’s sei, immer noch besser, als alle Daten offen für alle auf Dropbox zu speichern.

Soweit so gut. Als nächstes ist Evernote an der Reihe.