Panikmache: 2017 wird uns ein gigantischer Asteroid treffen

Wieder einmal wird Asteroiden-Panik verbreitet. Die Zeitung “Österreich” schreibt, dass ein Mega-Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde sei.

Kollisionswahrscheinlichkeit extrem gering

Dabei wird mal wieder etwas auf Sensation gemacht. Denn am besten verkaufen sich skandalöse Schlagzeilen, die zudem die Angst der Menschen wecken. Dazu noch ein angsteinflößendes Bild und fertig ist die kurze Geschichte, welche die Verkaufszahlen fördert.

Hier ein paar Daten:

Der Asteroid um den es sich hier handelt, hat trägt den Namen 2012TC4 und hat eine Größe von ca. 40 Metern. Er wird im Oktober 2017 in einem Abstand von 31.500 km an der Erde vorbei rasen. Dabei handelt es sich um den 0,079-fachen Mondabstand.

Astronomisch gesehen sind 31.500 km nichts. Für irdische Verhältnisse sind das aber immer noch viel. Und da Asteroidenbahnen nie zu 100 % genau berechnet werden können, gibt es eben noch kleine Restwahrscheinlichkeit, dass der Asteroid die Erde doch treffen könnte. Und diese liegt bei sagenhaften 0,00055 %. Gigantisch gefährlich.

Und wenn uns der Asteroid doch trifft?

Sollte uns der Asteroid wirklich treffen, so werden wir es überlegen. Zum Ersten ist die Wahrscheinlichkeit dass er uns trifft, verschwindend Gering. Und als nächstes ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auf bewohntem Gebiet landet, nochmals enorm gering. Und dann kommt nochmals eine Wahrscheinlichkeit dazu. Nämlich die, ob der Gesteinsbrocken überhaupt den Boden erreicht oder nicht schon in der Atmosphäre verglüht oder irgendwo in vielen Kilometern Höhe explodiert.

Chance nutzen

Angesichts der verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit, dass wir auf der Erde von dem Asteroiden überhaupt etwas mitbekommen, sollten wir diese Change doch lieber nützen und den Asteroiden im Vorbeiflug beobachten. Auch aus wissenschaftlicher Sicht ist der Asteroid höchst interessant. Denn solche Ereignisse geben uns die Möglichkeit, Asteroiden aus nächster Nähe zu untersuchen und vielleicht wieder neue Erkenntnisse über das Universum, unser Sonnensystem und dessen Entstehung zu sammeln.

Quellen

Die Sonnenfinsternis im Live-Stream

Auch wer keine Brille für die Sonnenfinsternis mehr ergattert hat, muss auf das Spektakel nicht verzichten. Dem Internet sei dank, gibt’s zahlreiche Live-Streams, mit welchen die Sonnenfinsternis beobachtet werden kann.

Die Süddeutsche Zeitung z.B. hat einen der gerade jetzt online ist:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/sonnenfinsternis-im-live-stream-hier-ist-die-brille-unnoetig-1.2402092

Viel Spaß beim schauen!

Update 9:56 Uhr: Da der Live-Stream der Süddeutschen Zeitung offensichtlich Probleme hat, hier eine Alternative auf Youtube:

Defibrillator via Drohne

Irgendwie mag ich Drohnen. Die kleinen Fluginstrumente können für allerlei interessante Dinge eingesetzt werden. Bisher jedoch verbindet man die Geräte mit eher negativen Gedanken. Die folgende Idee jedoch könnte für etwas gute Publicity sorgen.

Im Notfall kommt die Drohne

Und zwar soll der Defibrillator im Notfall per Drohne geliefert werden. Zur Zeit erleiden in der EU jährlich 800.000 Menschen einen Herzinfarkt, wovon leider nur 8 % überleben. Durch die Defibrillatorlieferung per Drohne soll die Überlebensquote auf 80 % angehoben werden. Funktionieren soll das Ganze wie folgt.

Die Drohne fliegt autonom zu den GPS-Koordinaten, die vorher vom Telefon per Notruf (vermutlich mit einer App) übermittelt wurden. Dort angekommen, stellt sie über Funk eine Video- und Audioverbindung zu Krankenhaus her, die den Ersthelfer erklären, wie der Defibrillator anzuwenden ist und wie dem Patienten am besten geholfen werden kann. Der Ersthelfer kann den Defibrillator somit mit geringsten Risiken verwenden und vielleicht das ein oder andere Leben retten, bis die Rettungskräfte eintreffen und übernehmen.

Tolle Idee, die hoffentlich umgesetzt wird

Ersten Tests nach soll die Drohne mit Windgeschwindigkeiten bis 70 km/h auskommen, wobei plötzliche Böen aber problematisch sind. Auch am Ausweichen von Hindernissen wird noch gearbeitet.

Durch ein solches System könnten doch einige Menschenleben gerettet werden, denn eine Drohne kann schnell und unkompliziert losgeschickt werden. Bis es soweit ist, werden wohl aber noch viele Fragen geklärt werden müssen. So stellt sich die Frage nach der Flugerlaubnis. Werden Drohnen in Zukunft autonom durch Stadt und Land fliegen dürfen? Was ist, wenn etwas passiert? Wer ist daran Schuld? Wie wird dieser Flugverkehr in Zukunft geregelt werden und in welcher Höhe werden diese Fluggeräte unterwegs sein? Bis es soweit ist und Menschenleben durch fliegende Defibrillatoren gerettet werden, dauert es wohl noch einige Jahre. Trotzdem hoffe ich, dass diese Idee in den kommenden fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden wird.

Quellen

10 Jahre World of Warcraft – ich war 1,5 Jahre lang dabei

Wow, nun ist WoW (Word of Warcraft) also 10 Jahre alt geworden. Im Jahre 2005 hat Blizzard, die Firma hinter dem Online-Rollenspiel, das Spiel der Öffentlichkeit vorgestellt und damit einen Kult geschaffen.

Ende 2005 habe ich mir das Spiel dann selbst gekauft und 1,5 Jahre lang mit Begeisterung gespielt. Als Menschen-Paladin habe ich so einige virtuelle Abenteuer durchgelebt und viele nette Online-Bekanntschaften geschlossen. Viele haben mich während dieser Zeit gefragt, was an der „Zockerei“ den so toll wäre. Es gab sogar Leute, dich mich während dieser 1,5 Jahre als Spielesüchtig bezeichneten. Und ehrlich gesagt war ich mir einige Zeit lang selbst nicht sicher, ob ich nun süchtig bin, oder ob das was ich betrieben hab, noch zur Begeisterung zu zählen ist. Schließlich habe ich fast täglich einige Stunden vor dem WoW-Bildschirm verbracht. Am Ende konnte ich dann aber ohne große Probleme meinen Account und somit auch meinen Avatar, löschen.

Online gemeinsam Abenteuer Erleben

Was mich an WoW so begeisterte, ist die Tatsache, dass man nicht einfach gegen einen gesichts- und gefühlslosen Computer spielt. In diesen MMORPGs (Massive Multiplayer Online Role Play Games) erlebt man seine Aufgaben und Kämpfe mit vielen anderen echten Menschen, die dieselbe Begeisterung teilen. Und genau dies macht die Faszination aus. Das Spiel ermöglicht es, sich online mit gleichgesinnten zu treffen, auch wenn man 100te Kilometer auseinander wohnt. Man kann soziale Kontakte knüpfen und sich bei Gelegenheit sogar offline treffen und gemeinsam Dinge unternehmen.

Natürlich gibt es auch die Gefahr, süchtig zu werden. Doch hängt dies meistens auch noch mit anderen Faktoren zusammen und ist nicht so einfach, wie sich das wohl viele Menschen vorstellen.

Es war eine schöne Zeit

Für mich jedenfalls sind die Erinnerungen an WoW durchwegs positiv. Wenn ich die Zeit hätte, würde ich auch heute noch ein MMORPG spielen. Ob es wieder WoW werden würde, ist fraglich. Leider ergibt sich diese Frage für mich zur Zeit ohnehin nicht und somit muss ich darüber auch nicht spekulieren. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch, WoW und viel Spaß für weitere 10 Jahre!

Wenn deine Verkäuferin eine App wäre

Viele Apps auf unseren Smartphones und Tablet-Computern erheben jede Menge Daten über uns. Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Wohnort, den aktuellen Standort (GPS oder Funkzelle), das Adressbuch, die Anrufliste, persönliche Fotos, etc. Fast alle Menschen akzeptieren dies ohne mit der Wimper zu zucken und belächeln diejenigen, die damit nicht einverstanden sind, als paranoid.

Doch wie reagieren Menschen, wenn sie in einem normalen Geschäft von der Verkäuferin nach diesen Daten gefragt werden? Ein Interessantes Experiment der dänischen Verbraucherorganisation.

Standardfarben in PuTTY ändern

Wer Linux-Server von einem Windows-System aus betreibt, der kommt um PuTTY kaum herum. Wenn man lange mit dem Programm arbeitet und in seinem Linux-System die farbliche Hervorhebung von Ordnern, Dateien oder der Syntax in Quelldateien aktiviert hat, fällt einem sehr schnell auf, dass das Blau sehr dunkel und beinahe unleserlich ist. Zum Glück aber bietet PuTTY die Möglichkeit, die Standardfarbe zu ändern, so dass wir uns nicht damit zufrieden geben müssen.

Farben ändern

Na dann lasst uns das mal machen. Wir starten Putty und navigieren zu „Window -> Colors“. Im Listenfeld „Select a color to ajust“ müssen wir noch etwas nach unten scrollen und den Eintrag „ANSI Blue“ auswählen. Dort ist zu erkennen, dass folgende Standardwerte gesetzt sind:

  • Red: 0
  • Green: 0
  • Blue: 187

Diese ändern wir wie folgt:

  • Red: 0
  • Green: 85
  • Blue: 255
Putty-Farben ändern
Putty-Farben ändern

Ein Klick auf den Button „Modify” übernimmt die Einstellung. Durch diese Änderung wird das Blau etwas aufgehellt und dadurch wesentlich lesbarer dargestellt. Anschließen muss diese Einstellung aber noch in einem Profil gespeichert werden, denn sonst muss sie jedes Mal wieder von neuem eingegeben werden. Die Speicherung von Sessions kann ich aber ohnehin nur empfehlen, da dadurch nicht jedes Mal die Serverdaten von neuem eingegeben werden müssen.

Speichern einer Session

Gehen wir als Zusatz zu diesem Tutorial nun etwas genauer darauf ein, wie eine Session gespeichert werden kann. Wie bereits erwähnt, ist die Speicherung von Sessions sehr hilfreich, wenn regelmäßig auf Linux-Server zugegriffen werden muss. Somit kann ganz einfach eine gespeicherte Maschine aufgerufen werden, ohne sämtliche Standardeinstellungen jedes Mal erneut eingeben zu müssen.

Im Hauptfenster von PuTTY muss erst mal die IP-Adresse und der gewünschte Speichername der Verbindung eingegeben werden.

Speichern einer PuTTY-Session Nr.1
Speichern einer PuTTY-Session Nr.1

Anschließend navigieren wir zur Kategorie “Window” und ändern dort die Größe des Terminal-Fensters. Standardmäßig ist dies auf 80 Spalten und 24 Reihen eingestellt. In Zeiten von 24“-Monitoren am Arbeitsplatz ist das für meinen Geschmack doch etwas zu klein. Also ändern wir diese Einstellungen auf 140 Spalten und 40 Reihen. Somit hat das Terminal-Fenster eine zum Arbeiten angenehme Größe.

Speichern einer PuTTY-Session Nr. 2
Speichern einer PuTTY-Session Nr. 2

Last but not least, werden wir natürlich noch die Standardfarben (genauer gesagt nur das Blau) unserer Session ändern, damit wir diese auch lesen können. Schließlich ist dies wohl der Grund, warum du dieses Tutorial erst liest.

Dazu wird die Kategorie „Colors“ aufgerufen. Anschließend wählen wir im Feld „Select a colour to adjust:“ den Eintrag „ANSI Blue“ und geben unter „RGB value“ die Werte

  • Red: 0
  • Green: 85
  • Blue: 255

ein und klicken auf den Button „Modify“. Erst dadurch wird dieser Wert wirklich gespeichert.

Speichern einer PuTTY-Session Nr.3
Speichern einer PuTTY-Session Nr.3

ACHTUNG: Nun aber noch nicht auf „Open“ klicken! Die Session ist lediglich konfiguriert, aber noch nicht gespeichert. Um dies zu erreichen, kehren wir zum Start-Bildschirm von PuTTY zurück. Durch einen Klick auf den Button „Save“ wird das Ganze nun gespeichert und kann durch einen Doppelklick auf den Eintrag unter „Saved Sessions“ aufgerufen werden. Alternativ zum Doppelklick kann natürlich auch auf den Button „Open“ geklickt werden.

Speichern einer PuTTY-Session Nr.4
Speichern einer PuTTY-Session Nr.4

Das war’s! Deine Session ist gespeichert und kann nun jedes Mal bequem aufgerufen werden, ohne sämtliche Einstellungen erneut vorzunehmen.

WordPress-Backend in Englisch aber Blog in Deutsch

Wenn man für Kunden Webseiten erstellt, trifft man früher oder später auf das Problem, dass der Kunde das Backend in einer anderen Sprache haben möchte, als der Entwickler. Ebenso kann es sein, dass die Webseite selbst zum Beispiel in Deutsch, das Backend aber in Englisch sein soll.

Leider bietet WordPress diese Funktion nicht von Haus aus an. Es gibt aber Plugins, die dieses Problem lösen. Ich selbst verwende das Plugin WP Native Dashboard. Dieses Plugin kann ist im Plugin-Verzeichnis von WordPress zu finden und kann dort installiert und aktiviert werden.

Ist dies erledigt, sind die Einstellungen unter „Settings -> Native Dashboard“ zu finden.

Einstellungen von WP Native Dashboard
Einstellungen von WP Native Dashboard

In den Einstellungen angekommen, können diverse Einstellungen gesetzt werden. So ist es z.B. möglich, dem Login-Screen eine Sprachauswahl hinzuzufügen. Ich persönlich mag die Option, dass jeder User in den Einstellungen seines Profils die Sprache seines Backends selbst wählen kann. Ein Nachteil ist, dass zur Zeit nur zwei Sprachen, Englisch und, wie ich vermute, die Installationssprache von WordPress, unterstützt werden. Wenn aber jemand seine Webseite z.B. in Spanisch betreibt, so kann man das eigene Backend zumindest in Englisch umstellen.

Option eigene Sprache pro Benutzer
Option eigene Sprache pro Benutzer

Wenn du diese Option aktiviert und gespeichert hast, so kannst du nun zu deinem Profil navigieren und dort die Sprache deines Backends auf Englisch umstellen.

Profil-Einstellungen
Profil-Einstellungen
Profil-Sprache auf Englisch umstellen
Profil-Sprache auf Englisch umstellen

Fertig! Nun kannst du deine Webseite in Deutsch und gleichzeitig dein Backend in Englisch betreiben.