Wer Linux-Server von einem Windows-System aus betreibt, der kommt um PuTTY kaum herum. Wenn man lange mit dem Programm arbeitet und in seinem Linux-System die farbliche Hervorhebung von Ordnern, Dateien oder der Syntax in Quelldateien aktiviert hat, fällt einem sehr schnell auf, dass das Blau sehr dunkel und beinahe unleserlich ist. Zum Glück aber bietet PuTTY die Möglichkeit, die Standardfarbe zu ändern, so dass wir uns nicht damit zufrieden geben müssen.

Farben ändern

Na dann lasst uns das mal machen. Wir starten Putty und navigieren zu „Window -> Colors“. Im Listenfeld „Select a color to ajust“ müssen wir noch etwas nach unten scrollen und den Eintrag „ANSI Blue“ auswählen. Dort ist zu erkennen, dass folgende Standardwerte gesetzt sind:

  • Red: 0
  • Green: 0
  • Blue: 187

Diese ändern wir wie folgt:

  • Red: 0
  • Green: 85
  • Blue: 255
Putty-Farben ändern
Putty-Farben ändern

Ein Klick auf den Button „Modify” übernimmt die Einstellung. Durch diese Änderung wird das Blau etwas aufgehellt und dadurch wesentlich lesbarer dargestellt. Anschließen muss diese Einstellung aber noch in einem Profil gespeichert werden, denn sonst muss sie jedes Mal wieder von neuem eingegeben werden. Die Speicherung von Sessions kann ich aber ohnehin nur empfehlen, da dadurch nicht jedes Mal die Serverdaten von neuem eingegeben werden müssen.

Speichern einer Session

Gehen wir als Zusatz zu diesem Tutorial nun etwas genauer darauf ein, wie eine Session gespeichert werden kann. Wie bereits erwähnt, ist die Speicherung von Sessions sehr hilfreich, wenn regelmäßig auf Linux-Server zugegriffen werden muss. Somit kann ganz einfach eine gespeicherte Maschine aufgerufen werden, ohne sämtliche Standardeinstellungen jedes Mal erneut eingeben zu müssen.

Im Hauptfenster von PuTTY muss erst mal die IP-Adresse und der gewünschte Speichername der Verbindung eingegeben werden.

Speichern einer PuTTY-Session Nr.1
Speichern einer PuTTY-Session Nr.1

Anschließend navigieren wir zur Kategorie “Window” und ändern dort die Größe des Terminal-Fensters. Standardmäßig ist dies auf 80 Spalten und 24 Reihen eingestellt. In Zeiten von 24“-Monitoren am Arbeitsplatz ist das für meinen Geschmack doch etwas zu klein. Also ändern wir diese Einstellungen auf 140 Spalten und 40 Reihen. Somit hat das Terminal-Fenster eine zum Arbeiten angenehme Größe.

Speichern einer PuTTY-Session Nr. 2
Speichern einer PuTTY-Session Nr. 2

Last but not least, werden wir natürlich noch die Standardfarben (genauer gesagt nur das Blau) unserer Session ändern, damit wir diese auch lesen können. Schließlich ist dies wohl der Grund, warum du dieses Tutorial erst liest.

Dazu wird die Kategorie „Colors“ aufgerufen. Anschließend wählen wir im Feld „Select a colour to adjust:“ den Eintrag „ANSI Blue“ und geben unter „RGB value“ die Werte

  • Red: 0
  • Green: 85
  • Blue: 255

ein und klicken auf den Button „Modify“. Erst dadurch wird dieser Wert wirklich gespeichert.

Speichern einer PuTTY-Session Nr.3
Speichern einer PuTTY-Session Nr.3

ACHTUNG: Nun aber noch nicht auf „Open“ klicken! Die Session ist lediglich konfiguriert, aber noch nicht gespeichert. Um dies zu erreichen, kehren wir zum Start-Bildschirm von PuTTY zurück. Durch einen Klick auf den Button „Save“ wird das Ganze nun gespeichert und kann durch einen Doppelklick auf den Eintrag unter „Saved Sessions“ aufgerufen werden. Alternativ zum Doppelklick kann natürlich auch auf den Button „Open“ geklickt werden.

Speichern einer PuTTY-Session Nr.4
Speichern einer PuTTY-Session Nr.4

Das war’s! Deine Session ist gespeichert und kann nun jedes Mal bequem aufgerufen werden, ohne sämtliche Einstellungen erneut vorzunehmen.

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