Eigentlich war ich ja schon lange der Meinung, dass wir in unserem Neubau, der gerade abgeschlossen wird, ohnehin einen sogenannten „Smart Meter“ bekommen. Ursprünglich habe ich mir noch überlegt, mich dagegen zu wehren, lies es dann aber sein. Nach einem kurzem E-Mail-Wechsel mit dem Kundendienst unseres Stromlieferanten habe ich herausgefunden, dass der Stromzähler, den ich für einen Smart Meter hielt, gar keiner ist. Es handelt sich lediglich um einen digitalen Stromzähler. In Vorarlberg werden angeblich noch gar keine intelligenten Stromzähler verbaut.

Wie die futurezone nun schreibt, wurde die bisherige Vorgabe, dass bis 2015 10 % der Stromzähler in Österreich „intelligent“ sein sollen, aufgehoben. Trotzdem sollen aber bis 2019 95 % der Haushalte auf die intelligenten Stromzähler umgestellt werden. Ich bin mal gespannt, wie es mit den intelligenten Stromzählern weiter geht.

Kritik

Intelligente Stromzähler (Smart Meter) sind elektronische Stromzähler, die nicht mehr nur einfach den verbrauchten Strom aufzeichnen, sondern im 15 Minuten-Takt den aktuellen Verbrauch an das Energieunternehmen, von welchem man seinen Strom bezieht, sendet. So ist es dadurch möglich, genaue Profile der jeweiligen Haushalte zu erstellen. Wann steht man auf, wann kocht man, wie lange wird gearbeitet und wann kommt man wieder nach Hause und wann läuft die Waschmaschine? Im Extremfall ist es dadurch sogar möglich, herauszufinden, welches Fernsehprogramm gerade läuft. In der aktuellen Zeit, vor allem durch die Snowden-Leaks, sind dies berechtigte Sorgen.

Ich selbst stehe den intelligenten Stromzählern ebenfalls noch skeptisch gegenüber. Einerseits denke ich, dass es auf jeden Fall Sinn macht, das Stromnetz intelligent zu machen. Durch eine Programmgesteuerte Verteilung des Stroms kann das ganze Netz energieeffizienter gemacht werden. Andererseits kennt man es aber inzwischen von Firmen und Konzernen, dass diese eher weniger auf die Sicherheit ihrer Produkte schauen. Immer wieder klaffen gravierende Lücken in deren Produkte und sehr oft muss sehr lange auf Patches gewartet werden. Manchmal kommen diese sogar nie. Durch deren technische Möglichkeiten sind diese Geräte also durchaus zu begrüßen. Den Datenschutz können sie nach heutigem Stand aber leider nur unzureichend garantieren.

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