Noch einmal lasse ich mich durch einen Blog-Post auf GFX-Styles.com inspirieren. Und zwar geht es darum, dass Twitter die Timeline in Zukunft nicht mehr wie bisher chronologisch, sonder nach „Relevanz“ sortieren möchte. Heise.de berichtete. Verschiedene Algorithmen sollen herausfinden, was uns gefällt und was weniger. Mit diesen Erkenntnissen soll dann eine Timeline aufgebaut werden, die uns besser gefallen soll. So zumindest nach den Vorstellungen von Twitter.

Widerstand

In der Netzgemeinde regt sich allerdings Widerstand. Vor allem auf Twitter ist immer wieder davon zu lesen, wie sich Nutzer darüber aufregen. Denn genau die chronologische Sortierung von Twitter mögen viele an dem Kurznachrichtendienst. Wie auch ich, mögen viele andere diesen zurück gestutzten News-Feed von Facebook nicht. Um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, mag das ja noch OK sein. Ab und an finde ich es ja praktisch, wenn ich Beiträge von Freunden sehe, die zum Teil schon ein paar Tage alt sind.

Twitter verwende ich – und auch viele andere – aber vor allem für News. Und die will ich chronologisch sortiert haben. Vor ein paar Tagen habe ich bereits einen Blog-Post verfasst, in welchem ich meine langsame Rückkehr zum Feed-Reader erwähne, aus eben diesem Grund.

Alternative, um bei Twitter zu bleiben

Aber nicht für jeden ist ein Feed-Reader eine alternative. Vor allem, weil das „Sozial“ Fehlt. Ich selbst finde das allerdings gar nicht so schlimm. Denn über die Kommentarfunktion von beinahe jeder News-Site kann man auch sehr gut diskutieren. Zudem lese ich auch gerne längere, gut geschriebene Texte, anstatt 140-Zeichen-Tweets.

Für alle, die trotzdem lieber Twitter haben und gerne dabei bleiben, habe ich einen Vorschlag: Tweetdeck. Dieses bietet eine, wie ich finde, sehr angenehme Oberfläche. Dazu bietet Tweetdeck die Möglichkeit, mehrere Timelines oder Listen, aber auch gespeicherte Suchen oder eigene Spalten mit beliebigen Hashtags nebeneinander zu setzen. Auf der linken Seite baut sich somit eine übersichtliche Liste auf, die sämtliche Spalten enthält. Über diese kann auch sehr angenehm per Drag and Drop die Reihenfolge der Spalten geändert werden.

Tweetdeck Screenshot
Tweetdeck Screenshot

Der Vorteil von Listen

Ein, wie ich finde, sehr großer Vorteil von Listen ist, dass man die Accounts, denen man folgt, „Kategorisieren“ kann. So kann viel einfacher die Übersicht über die eigenen News behalten werden. Es kehrt doch auch spürbare Ruhe ein, da, zumindest geht es mir so, man nicht ständig das Gefühl hat, immer den Feed lesen zu müssen. Dadurch, dass man seine Followings auf mehrere Listen aufteilt, kommen pro Liste nicht so viele Tweets zusammen wie in der kompletten Timeline. Man bekommt auch ältere Tweets noch zu Gesicht.

Twitter hat bis jetzt noch nichts davon gesagt, dass die Listen von der Änderung durch die Algorithmen betroffen sind. Diese sollten also, zumindest in näherer Zukunft, chronologisch sortiert bleiben. Neue Tweets oben, alte unten. So wie man es sich von Twitter wünscht. Nice.

Fazit

Listen in Kombination mit Tweetdeck sind also eine überaus interessante Alternative zur Timeline, sollte diese wirklich so kommen, wie von Twitter geplant. Zur Zeit sieht es jedenfalls ganz so aus.

Durch Tweetdeck und Listen kann man sich die gewohnte chronologische Sortierung beibehalten und hat zudem eine wesentlich bessere Übersicht, als bei der Weboberfläche von Twitter selbst.

Und wie wirst du dies in Zukunft handhaben? Twitter? Tweetdeck? Feed-Reader? Oder vielleicht doch etwas ganz anderes?

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