Twitter geht vermehrt dazu über, Tweets von Accounts, denen man gar nicht folgt, in der eigenen Timeline anzuzeigen. Genau das ist etwas, was ich an Facebook schon nicht mag. Aus diesem Grund habe ich Facebook auch nie verwendet, um meine News zu beziehen. Hier ein paar Gedanken, warum ich wieder vermehrt zurück zu RSS-Feeds zurück kehre.

Eigentlich mag ich ja Twitter sehr. Kurze, prägnante News, auf den Punkt gebracht. Meistens jedenfalls. Inklusive Interaktion mit den Usern. Das gefällt. In letzter Zeit hingegen macht sich Twitter bei mir unbeliebt. 2010 startete der Kurznachrichtendienst die sogenannten Promoted Tweets, mit welchen Firmen dafür bezahlen können, dass ihre Tweets Benutzern gezeigt werden, die ihrem Account gar nicht folgen.

OK, dachte ich mir, unschön, aber es geht. Ich ließ mich überraschen und stellte fest, dass diese Tweets eher unauffällig waren. Sie störten mich zwar immer wieder in meinem Lesefluss, sobald ich bemerkte, dass es sich bei einem Tweet um einen Sponsored Tweet handelte, aber ich akzeptierte sie und versuchte, sie so gut als möglich zu ignorieren.

Und nun? Nun will Twitter Tweets von Nutzern, denen man gar nicht folgt, in der eigenen Timeline anzeigen. Ein Opt-Out ist nicht möglich. Sprich: Du kannst nichts dagegen tun. Toll. Ja wirklich, ganz toll.

Nein! Doch. Ohhh! Ich bin gerade ähnlich entsetzt wie Luis De Funes, denn ich hasse es, wenn mir ein Algorithmus meint zu zeigen, was mich seiner Meinung nach interessiert und was nicht. Toll, ganz toll. Es hat schließlich seinen Grund, warum ich gewissen Accounts folge und anderen nicht.

Aus diesem Grund bin ich zur Zeit dabei, meine News wieder verstärkt durch RSS-Feeds zu beziehen. Dazu verwende ich den Feed-Reader Feedly. Bei Feedly handelt es sich um eine äußerst praktische Web-Anwendung, mit welcher man News-Feeds von jeder erdenklichen Website beziehen kann. Und noch besser, es gibt eine App für Android und iOS, mit welcher du alle deine Feeds auch am Smartphone bzw. am Tablet dabei hast. Gelesene Feeds werden synchronisiert, so dass du einen bereits gelesenen Artikel nicht noch einmal vorgesetzt bekommst.

Bis jetzt zeigt Feedly noch keine „Sponsored Posts“ oder Ähnliches an und ich hoffe auch, dass dies so bleibt. Lediglich hin und wieder wird am oberen Bildschirmrand ein grüner Balken mit unauffälliger Werbung angezeigt, der aber weg geklickt werden kann.

Was ich zudem aktuell an klassischen Feeds auch wieder zu schätzen beginne, ist die Tatsache, dass ungelesene Artikel nicht einfach im Nirwana verschwinden, wenn man das nicht möchte. So kommt auch nicht das Gefühl auf, ständig und rund um die Uhr News lesen zu müssen, um irgendetwas nicht zu verpassen. Gerade keine Zeit? Kein Problem, die Feeds bleiben da, dann lese ich sie eben etwas später. Anders als bei Twitter. Tweets, die ich jetzt nicht sehe und die schon vor ein paar Stunden abgesetzt wurden, bekomme ich vielleicht niemals zu Gesicht.

Und wie macht ihr das? Was verwendet ihr, um euren News-Durst zu stillen?

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