Einen Blog-Post vorher habe ich drei Browser-Plugins für ein wenig mehr Privatsphäre vorgestellt. Heute möchte ich zeigen, wie Ghostery richtig konfiguriert wird, da es ein paar Punkte zu beachten gibt.

Ghostery ist ein echt nettes Tool, um seine Privatsphäre im Internet ein Stück besser schützen zu können. Bei der Konfiguration gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten, um sich nicht selbst das Bein zu stellen. Darauf möchte ich in diesem Blog-Post eingehen.

Anm.: Die Screenshots stammen aus Ghostery für Firefox. Die Chrome-Variante kann geringfügig anders aussehen.

Installation

Als erstes muss das Plugin natürlich installiert werden. Dazu rufst du für Firefox die Website https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/ghostery/?src=search auf. Anschließend klickst du auf den grünen Button „Add to Firefox“. Links oben öffnet sich ein kleines Fenster, in welchem dich Firefox um Erlaubnis zur Installation des Addons fragt. Für Chrome verhält es sich ähnlich. Dort musst du den folgenden Link aufrufen, um das Addon zu installieren: https://chrome.google.com/webstore/detail/ghostery/mlomiejdfkolichcflejclcbmpeaniij?utm_source=chrome-ntp-icon.

Ghostery in Firefox installieren
Ghostery in Firefox installieren

Bei Firefox erscheint noch eine weitere Sicherheitsabfrage. Sobald der Button „Installieren“ nicht mehr ausgegraut ist (nach etwa 4 Sekunden), musst du auch diese durch einen Klick auf eben diesen Button bestätigen. Ghostery wird anschließend installiert.

Installation des Plugins bestätigen
Installation des Plugins bestätigen

Konfiguration

Sobald die Installation abgeschlossen ist, erscheint ein Willkommens-Bildschrim, der ein paar Dinge erklärt. Je nachdem, ob euer Browser Englisch oder Deutsch eingestellt ist, wird auch der Text in der entsprechenden Sprache angezeigt. In meinem Fall Englisch.

Um Weiter zu gelangen, klickst du einfach auf den eingekreisten Pfeil auf der rechten Seite.

Ghostery Willkommenstext
Ghostery Willkommenstext

Hier hast du nun die Möglichkeit, Ghosttrank zu aktivieren. Ist diese Funktion aktiviert, so überträgt Ghostery anonymisierte Daten über Tracker, die es auf den Webseiten, die du besucht hast, findet und wo sich diese befinden. Diese Informationen helfen Ghostery dabei, den Dienst zu verbessern, wovon du selbst und auch alle anderen Ghostery-Benutzer profitieren. Laut eigenen angaben werden diese Daten nicht dazu verwendet, dein Surfverhalten zu analysieren.

Ob du den Ghostery-Machern soweit vertraust und du diese Option aktivieren möchtest, bleibt natürlich dir selbst überlassen. Solltest du die Funktion aktivieren wollen, so musst du den im Screenshot gezeigten Hacken aktivieren. Bei bedarf kann diese Einstellung später natürlich wieder geändert werden.

Um Weiter zu gelangen, klickst du auf den eingekreisten Pfeil auf der rechten Seite.

Ghosttrank aktivieren
Ghosttrank aktivieren

Ghostery hat die ganz praktische Funktion, dass es dir, wenn gewünscht, auf jeder Website, die du besuchst, rechts unten im Browser-Fenster das sogenannte „Alert Bubble“, das Alarmfenster, anzeigt. Dort werden alle Tracker aufgelistet, die dich auf dieser Webpage beobachten. Durchgestrichene werden blockiert, nicht durchgestrichene sind erlaubt und können dein Verhalten verfolgen.

Ich selbst mag dieses Feature sehr und habe es aktiviert. Wenn auch du das möchtest, so aktiviere den Hacken wie in diesem Screenshot zu sehen.

Um Weiter zu gelangen, klickst du auf den eingekreisten Pfeil auf der rechten Seite.

Alert-Bubble aktivieren
Alert-Bubble aktivieren

Nun gehst es ans eingemachte. Hier angelangt, kannst du auswählen, welche Tracker und Cookies du blockieren bzw. zulassen möchtest. Bei Tracker ist die Sache – zumindest für mich – relativ einfach. Ich blockiere Grundsätzlich alle Tracker und lasse nur einzelne bei bedarf wieder zu, sollten sich auf gewissen Websites seltsame Probleme zeigen.

Hier möchte ich gleich ein Beispiel nennen. Viele kennen den Routenplaner viamichelin.at. Auch ich verwende diesen gerne, um meine Reisen zu organisieren. Nachdem ich Ghostery installiert hatte, wunderte ich mich, dass ich die Kartenansicht nicht mehr auf Vollbild schalten konnte.

Um herauszufinden, ob es an einem blockierten Tracker liegen kann, habe ich temporär alle Tracker auf dieser Seite erlaubt und durch drücken von „F5“ die Seite neu geladen. Siehe da, anschließen konnte ich die Karte wieder auf Vollbild stellen. Im den nächsten Schritten habe ich jeden einzelnen Tracker nach und nach wieder blockiert, jedes Mal die Seite neu geladen und getestet, ob die Karte noch auf Vollbild-Modus gestellt werden kann. Als ich beim Tracker von „Unica“ ankam, diesen blockierte und die Seite neu lud, konnte die Karte nicht mehr im Vollbild gezeigt werden. Auf dieser Seite muss also für den Tracker von „Unica“ eine Ausnahme gesetzt werden, um alle Funktionen ungehindert benutzen zu können. Wie das geht, erkläre ich noch weiter unten.

Jetzt zu den Cookies. Ghostery bietet die Möglichkeit, Cookies zu blockieren. Hier muss man aber vorsichtiger sein. Gewisse Seiten brauchen nämlich zwingend Cookies, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Werden sie blockiert, so kann es vorkommen, dass verschiedene Websites nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Hier ein Beispiel: Wenn du dich bei Facebook einloggst und den Hacken „Angemeldet bleiben“ aktivierst, so wird diese Einstellung in einem Cookie gespeichert. Wird dieses nun blockiert, so greift diese Funktion nicht. Wenn du deinen Browser schließt, muss du dich beim nächsten Mal wieder neu anmelden. Solltest du also das „Angemeldet bleiben“-Feature von Facebook verwenden wollen, so musst du für diese Website Cookies erlauben.

Andere Websites wiederum versagen ihren Dienst ohne komplett. Spontan fällt mir dazu WordPress ein. Eine WordPress-Seite braucht zwingend Cookies, damit du dich mit deinem Account dort anmelden kannst. Sollten Cookies für die entsprechende WordPress-Seite blockiert sein, so kannst du dich nicht anmelden. Hier gibt es seitens WordPress aber praktischerweise eine entsprechende Fehlermeldung, die darauf hinweist, dass Cookies nicht erlaubt sind.

Wenn du nun also Cookies trotzdem blockieren möchtest, so klickst du auf der aktuellen Seite auf den Reiter „Cookies“ und blockierst alle, die du möchtest. Solltest du in Zukunft auf bestimmten Websites auf Probleme stoßen, so denke aber steht’s daran, dass ein blockierter Cookie, aber auch ein blockierter Tracker, daran schuld sein könnte. Dann musst du auf die Suche nach dem Übeltäter gehen.

Aus diesem Grund habe ich bis jetzt noch keine Cookies blockiert. In Zukunft werde ich mich daran aber wohl auch wagen. Wenn du alle Tracker und Cookies blockieren möchtest, so klicke im entsprechenden Reiter auf „Alle Auswählen“. Siehe Pfeil im Screenshot.

Wenn du alle auswählst, zeigt dir Ghostery eine schwarze Info-Box am oberen Browser-Rand. Diese Besagt, dass auch neue Tracker bzw. Cookies, die durch Updates eventuell hinzugefügt werden, gleich blockiert werden. Wenn du das möchtest, was ich selbst empfehlen würde, so klickst du auf „Sounds good!“ bzw. „Hört sich gut an!“. Andernfalls auf „No, thanks!“ bzw. „Nein, danke!“.

Um Weiter zu gelangen, klickst du auf den eingekreisten Pfeil auf der rechten Seite.

Tracker und Cookies blockieren
Tracker und Cookies blockieren

So, die Konfiguration ist nun abgeschlossen. Nun sollte sich rechts oben im Browser das Ghostery-Symbol befinden. Ist dies nicht der Fall, so kann das Symbol durch einen Klick auf den Button „Add Button“ bzw. „Button hinzufügen“ hinzugefügt werden. Ich selbst habe diesen Button bisher noch nie gebraucht.

Konfiguration abgeschlossen
Konfiguration abgeschlossen

Tracker anzeigen, blockieren und freigeben

Ghostery im Live-Betrieb
Ghostery im Live-Betrieb

Ab sofort arbeitet das Plugin in deinem Browser. Wenn du eine Website ansurfst, so zeigt dir Ghostery erst rechts unten im Alarmfenster, sofern du es aktiviert hast, welche Tracker sich auf dieser Seite befinden. Blockiert werden dabei durchgestrichen angezeigt.

Mit einem Klick auf das Ghostery-Symbol rechts oben in der Addon-Leiste wird das Menü von Ghostery geöffnet (beim ersten Mal wird eine Anleitung gezeigt). Auch hier werden wieder alle Tracker aufgelistet, die gefunden wurden. Hierzu ein paar Erklärungen.

Neben jedem Tracker sind zwei Buttons zu erkennen. Ein Schieberegler und rechts davon ein runder Knopf mit einem Hacken darin. Ein roter Schieberegler bedeutet, dass der Tracker auf allen Websites blockiert wird. Befindet er sich links und ist er blau, so wird der Tracker auf allen Websites zugelassen. Natürlich möchte man aber nicht jeden Tracker entweder komplett blockieren oder zulassen. Alleine schon aus dem Grund, dass es auf gewissen Websites zu Problemen kommen kann, wie ich weiter oben mit dem Beispiel ViaMichelin erklärt habe.

Für solche Fälle gibt es den runden Button mit dem Hacken rechts neben dem Schieberegler. Wird dieser Button aktiviert, also ist er grün gefärbt, so wird der Tracker auf dieser einen Website zugelassen. Auf allen anderen bleibt er, sofern der Schieberegler rot ist, weiterhin blockiert. So habe ich z.B. den Tracker von „Unica“ auf ViaMichelin mit dem grünen Hacken zugelassen. Den Schieberegler lasse ich aber trotzdem auf rot, so dass mich der Tracker auf anderen Websites nicht erfassen kann.

Für alle, die genauere Informationen über einen Tracker erhalten möchten, können diese einfach mit einem Klick auf den entsprechenden Tracker aufrufen.

So, das war’s im Großen und Ganzen. Ich hoffe, ich konnte damit einen kurzen Einblick in Ghostery geben. Über konstruktives Feedback freue ich mich natürlich immer. Natürlich freue ich mich ebenso über einen Klick auf den Flattr-Button. 😉

 

3 Gedanken zu “Wie Ghostery konfiguriert wird

  1. Hallo, seit einiger Zeit spinnt Ghostery, so daß es praktisch unbenutzbar ist: Vermutlich nach jedem Update sind sämtliche Selektionen abgewählt, so daß G quasi funktionslos ist. Immer wieder selektieren ist doch mühsam. Gibt es eine Erklärung für dieses Verhalten? Es ist bei mehreren Browsern unter Win7 und Ubuntu. Ansonsten muß ich es rausschmeißen. 😦
    lg eddy

    1. Hallo Eddy, leider kenne ich dieses Verhalten nicht. Bei mir hat Ghostery bisher stehts problemlos funktioniert. Hast du schon mal verscht, das Addon zu deinstallieren und anschließend erneut zu installieren?

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