Größe der Auslagerungsdatei (pagefile.sys) unter Windows 7 ändern

Windows verwendet eine sogenannte Auslagerungsdatei, die zum Tragen kommt, wenn der Arbeitsspeicher voll sein sollte. Hat der PC allerdings genug Arbeitsspeicher (RAM), z.B. 8 GB in meinem Fall, so ist diese Datei extrem riesig und belegt unnötig Speicherplatz auf der Festplatte. Hat man eine relativ kleine SSD als Systemfestplatte, so kann dies doch sehr ärgerlich sein.Deshalb möchte ich dir kurz zeigen, wie du diese Auslagerungsdatei verkleinern kannst.

Als erstes muss du mit der Tastenkombination „Windows-Taste + Pause“ die Computereigenschaften öffnen. Hier angekommen, klicke auf „Erweiterte Systemeinstellungen“.

Erweiterte Systemeinstellungen öffnen
Erweiterte Systemeinstellungen öffnen

Es öffnet sich das Fenster „Systemeigenschaften“. Hier klickst du auf den Reiter „Erweitert“ und dann unter „Leistung“ auf den Button „Einstellungen…“.

Leistungsoptionen öffnen
Leistungsoptionen öffnen

Im sich nun öffnenden Fenster klickst du wieder auf „Erweitert“ und dann unter „Virtueller Arbeitsspeicher“ auf „Ändern…“.

Virtueller Arbeitsspeicher ändern
Virtueller Arbeitsspeicher ändern

So, nun bist du dort angekommen, wo wir hin wollen. Im Fenster „Virtueller Arbeitsspeicher“ ist ganz oben standardmäßig der Hacken bei „Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatsich verwalten“ gesetzt. Dies bedeutet, dass Windows selbst entscheidet, wie groß die Auslagerungsdatei sein soll. Normalerweise wählt Windows diese Größe gleich groß, wie der Arbeitsspeicher. In meinem Fall also hat die Auslagerungsdatei (die Datei „pagefile.sys“ unter C:) 8 GB. Den eben erwähnten Hacken kannst du entfernen. Anschließend kannst du in der Mitte des Fensters die Option „Benutzerdefinierte Größe“ wählen. Ich in meinem Fall setzte sie auf „2048“ MB. Wenn du z.B. 4 GB Arbeitsspeicher hast, so kannst du hier auch „1024“ eintragen.

Größe der Auslagerungsdatei festlegen
Größe der Auslagerungsdatei festlegen

Jetzt kann das Fenster mit „OK“ bestätigt werden. Du bekommst noch eine Hinweismeldung, dass die Änderung erst nach einem Neustart des Computers wirksam wird. Diesen Neustart kannst du natürlich entweder gleich, oder aber auch später, durchführen.

Fehler „ssl_error_rx_record_too_long“ beim Aufruf von Webmin

Webmin ist ja ein ganz nettes Tool zur Verwaltung von Linux-Servern. Ich setzte es ganz gerne ein. Ja ja, ihr Konsolenfetischisten, lüncht mich. 🙂

So habe ich auf einer neuen CentOS-Installation gleich mal Webmin installiert. Anschließend wollte ich über https://ipadresse:10000/ das SSL-geschützte Webmin-Interface der CentOS-Maschine aufrufen. Nur leider bekam ich dabei folgende Fehlermeldung auf den Bildschirm geklatscht:

SSL-Fehler beim Aufruf von Webmin
SSL-Fehler beim Aufruf von Webmin

Der Fehler liegt daran, dass zum Ersten zwei Pakete fehlen und zum Zweiten eine Konfigurationsdatei angepasst werden muss. Also erst einmal müssen mit folgendem Befehl die zwei Pakete installiert werden:

yum install perl-Crypt-SSLeay perl-Net-SSLeay

Solltest du Webmin nicht schon installiert haben, wovon ich aber ausgehe, wenn du diesen Beitrag liest, so hole dies nun nach.

Jetzt muss die Datei „/etc/webmin/miniserv.conv“ bearbeitet werden:

vim /etc/webmin/miniserv.conf

In dieser Datei muss die Zeile „ssl=0“ in „ssl=1“ geändert werden. Anschließend kannst du mit

service webmin restart

Webmin neu starten. Von nun an ist das SSL-geschützte Webmin unter https://deineipadresse:10000/ erreichbar. Sollte dies immer noch nicht der Fall sein, so blockiert wahrscheinlich die standardmäßig laufende Firewall von CentOS den Port 10.000. Am besten du kontrollierst, ob dort alles richtig eingestellt ist. Die Firewall vorübergehend abschalten kannst du mit:

service iptables stop && service ip6tables stop

Bei einem ans Internet angeschlossenem System sollte dies aber wirklich nur eine vorübergehende Maßnahme sein. Keinesfalls sollte die Firewall dauerhaft deaktiviert bleiben. Hier solltest du unbedingt die Firewallregeln bearbeiten, so dass der Port 10.000 frei ist und die Firewall wieder starten.