Automatische MySQL-Backups mit automysqlbackup

Unter Linux-Systemen, im meinem Fall Debian, kann man ein kleines, aber feines, Backup-Script für MySQL-Datenbanken installieren. Das kleine Paket nennt sich „automysqlbackup“ und kann unter Debian mit dem Befehl

apt-get install automysqlbackup

installiert werden. Wie der Name schon sagt, legt das Script automatisch Backups von MySQL-Datenbanken an. Da bei MySQL jede Tabelle eine eigene Datei ist, gestaltet sich das Backup von eben diesen sehr einfach. Genau diesen Umstand macht sich „automysqlbackup“ zu Nutze.

Standardmäßig ist „automysqlbackup“ so eingestellt, dass es täglich Backups macht. Diese werden jeden Samstag rotiert. Das heißt, dass jeden Samstag ein wöchentliches Backup erstellt und die „alten“ täglichen Backups wieder überschrieben werden. Auch diese werden alle fünf Wochen rotiert, so dass nie mehr als fünf wöchentliche Backups zur Verfügung stehen sollten. Schlussendlich wird jeden 1. des Monats ein monatliches Backup erstellt. Die monatlichen Backups werden allerdings nie rotiert. Es liegt also an jedem selbst, dafür zu sorgen, dass diese die Festplatte nicht überfüllen. Entweder man schreibt ein Script, oder sorgt regelmäßig von Hand dafür, alte, nicht mehr benötigte Backups zu löschen.

Gespeichert werden die Backups jeweils unter „/var/lib/automysqlbackup“. In diesem Verzeichnis gibt es jeweils einen Unterordner für tägliche, wöchentliche und monatliche Backups. In der Konfigurationsdatei, zu finden unter „/etc/default/automysqlbackup“, können diese Default-Werte angepasst werden. Ganz am Anfang der Datei muss man „automysqlbackup“ auch noch Benutzername und Passwort des Benutzers angeben, der vollen Zugriff auf die MySQL-Datenbank hat. Sicherheitshalber sollte das Passwort hier natürlich niemals im Klartext stehen.

Registry-Schlüssel per GPO verteilen

Im vorherigen Beitrag habe ich erklärt, wie man beim Adobe Reader die Update-Meldungen per Registry-Eintrag deaktivieren kann. In einem Firmennetzwerk ist diese Methode aber wenig Hilfreich, da man diesen Registry-Eintrag nicht bei jedem einzelnen PC setzen möchte. Und hier kommen die Group Policy Objects, kurz GPO, zum Zug. Diese bieten eine Komfortable Möglichkeit, diesen Schlüssel nun zu verteilen, so dass ihn jeder PC im Netzwerk bekommt.

Vorbereitung

Als erstes musst du den vorhin gesetzten Registry-Schlüssel von unserem PC exportieren und am Server wieder importieren. Dazu gehst du wie folgt vor.

Leider lässt sich nicht ein einzelner Wert, sondern immer nur der gesamte Schlüssel exportieren. In unserem Falle ist dies der Schlüssel mit dem Namen „FeatureLockDown“. Diesen exportierst du nun wie im folgenden Screenshot gezeigt und speicherst in ab. Ich für mich habe ihm dem Namen „ar.reg“ (AR = Adobe Reader) gegeben.

Registry-Schlüssel exportieren und speichern
Registry-Schlüssel exportieren und speichern

Nun öffnest du auf deinem Windows Server ebenso den Registrierungs-Editor mit Administrator-Rechten. Dort angekommen, kannst du über „Datei -> Importieren“ den gerade eben exportieren Registry-Schlüssel importieren.

Registry-Schlüssel importieren
Registry-Schlüssel importieren

Im sich öffnenden Datei-Fenster wählst du deinen gespeicherten Reg-key aus und klickst auf „Öffnen“. Nun wurde der gesamte Schlüssel mit allen drei Unterschlüsseln importiert. Wir brauchen aber nur unseren Wert, den wir vorhin selbst erstellt haben. Alles, außer diesem Wert können nun also gelöscht werden, bis das Ganze so aussieht:

Bereinigter Schlüssel für Adobe Reader
Bereinigter Schlüssel für Adobe Reader

Durchführung

Nun, da unser Server den Schlüssel hat, kann dieser auch per Group Policy Object verteilt werden. Dazu öffnen wir die Gruppenrichtlinienverwaltung und erstellen ein neues Gruppenrichtlinienobjekt oder verwenden ein passendes, welches schon existiert. In meinem Fall wähle ich die GPO „SW_AdobeReader9.5“, da ich diese bereits zum verteilen des Adobe Readers verwende. Also passt auch die Registry-Anpassung hier sehr gut hinein. Also „Rechtsklick -> Bearbeiten…“.

Gruppenrichtlinienobjekt bearbeiten
Gruppenrichtlinienobjekt bearbeiten

Im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor,welcher sich nun öffnet, navigieren wir zu „Computerkonfiguration -> Einstellungen -> Windows-Einstellungen -> Registrierung“.

In diesem Fenster angekommen, machst du im rechten Teil des Fensters einen Rechtsklick und wählst „Neu -> Registrierungselement“. Daraufhin öffnet sich das Fenster „Neue Registrierungseigenschaften“. Die „Aktion“ belassen wir auf „Aktualisieren“. Im Feld „Struktur“ wählen wir „HKEY_LOCAL_MACHINE“, was aber ohnehin Standard sein sollte. Beim Feld „Schlüsselpfad“ klicken wir auf den rechts stehenden Button mit den drei Punkten. Kennt sicher jeder unter uns. Nun öffnet sich nochmals ein großes Fenster, in welchem wir unseren Schlüssel nun auswählen können. Navigiere hier also wieder zu

[HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREPoliciesAdobeAdobe Readerx.xFeatureLockDown

Im unteren Feld wählen wir nun den von uns erstellen Wert „bUpdater“ aus und klicken auf „Auswählen“.

Registry-Wert zum verteilen auswählen
Registry-Wert zum verteilen auswählen

Nun gelangst du zurück zum Fenster „Neue Registrierungseigenschaften“ und siehst, dass der von dir ausgewählte Wert eingetragen wurde. Nun musst du nur noch auf „OK“ klicken und der Wert wird ebenso im Gruppenrichtlinienverwaltungseditor übernommen.

Das war’s. Jetzt darst du nur nicht vergessen, dieses Gruppenrichtlinienobjekt noch mit der Entsprechenden Organisationseinheit, in welcher sich deine Computer befinden, zu verknüpfen. Beim nächsten Neustart der PC sollte der Schlüssel nun übernommen werden und nirgends darf mehr die Update-Meldung angezeigt werden.

VMware-Tools unter Debian 7 installieren

Möchte man Debian unter VMware betreiben, so ist zur vollen Ausnutzung der VMware-Funktionen eine Installation der VMware-Tools notwendig. Nur mit diesen kann man z.B. das Gastsystem durch VMware neu starten oder per Drag and Drop Dateien hinein oder heraus kopieren – grafische Benutzeroberfläche vorausgesetzt.

Und die Tools installieren zu können, braucht Debian erst noch ein paar Pakete. Diese werden durch folgende Befehle installiert:

root@debian:~# apt-get install build-essential
root@debian:~# apt-get install linux-headers-$(uname -r)

Anschließend kann über den Menüpunkt „VM -> Install VMware Tools…“ die virtuelle CD mit den Tools im Host eingelegt werden. Da Debian die „CD“ nicht selbst mountet, müssen wir das von Hand erledigen:

root@debian:~#mkdir /mnt/cdrom
root@debian:~#mount /dev/cdrom /mnt/cdrom
root@debian:~#cp /mnt/cdrom/VMwareTools-*.tar.gz /tmp
root@debian:~#umount /mnt/cdrom

Beim Teil „VMware-Tools-* musst du den Stern durch die bei dir angezeigte Versionsnummer austauschen. „Die „CD“ ist nun im Dateisystem gemountet. Nun können wir die für die Installation notwendigen Schritte vornehmen:

root@debian:~#tar -zxf /tmp/VMwareTools-*.tar.gz -C /tmp
root@debian:~#cd /tmp
root@debian:~#./vmware-tools-distrib/vmware-install.pl --default
root@debian:~#rm -f /tmp/VMwareTools-*.tar.gz
root@debian:~#rm -rf /tmp/vmware-tools-distrib

Jetzt sind die VMware-Tools installiert. Es fehlt nur noch ein Neustart des virtuellen Debians. Fertig!

Update-Meldungen von Adobe Reader deaktivieren

In Manchen Situationen, z.B. wenn man Software automatisch in einem Firmennetzwerk verteilt, möchte man, dass Update-Meldungen deaktiviert werden. Denn schließlich sollen nicht die Benutzer, sondern der Administrator Softwareaktualisierungen verteilen. Die Benutzer sollen nicht durch Es-ist-neue-Software-Vorhanden-Meldungen abgelenkt und verwirrt werden, wenn sie ohnehin keine Rechte zur Installation von Software haben.

Im Falle des Adobe Reader gibt es einen Registry-Eintrag, welchen man setzen kann, um diese Update-Meldung zu deaktivieren.

Öffne den Registrierungs-Editor (regedit.exe) mit Administrator-Rechten und navigiere zu folgendem Registry-Schlüssel:

[HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREPoliciesAdobeAcrobat Readerx.xFeatureLockDown]

Das „x.x“ gilt dabei als Platzhalter und muss durch die jeweilige Version ausgetauscht werden, die du installiert hast. In unserem Fall ist es die 9.0.

In diesem Registry-Ordner angekommen, erstellst du ein DWORD, gibst ihm den Namen „bUpdater“ und füllst es mit dem Wert „0“.

Adobe Reader Update-Meldungen deaktivieren
Adobe Reader Update-Meldungen deaktivieren

Nun brauchst du nur noch deinen PC neuzustarten und die Update-Meldungen sind verschwunden.

Indexeintrag in Word 2010 wird ausgedruckt

In Word 2010 gibt es sogenannte Indexeinträge. Einen Index kennen die meisten von uns. Am Ende eines (Fach-) Buches gibt es einen Index mit den verschiedensten Stichworten, die bequem schnell mal nachgeschlagen werden können. Sehr praktisch.

Solch ein Index kann auch in Word 2010 angelegt werden. Das Wort wird dann entsprechend gekennzeichnet. Wird das Wort „Werte“ im Index hinzugefügt, so wird dieses z.B. mit „{xe „Werte“}“ gekennzeichnet.

Indexeinträge in Word 2010
Indexeinträge in Word 2010

Mit der Funktion „Absatzmarken und sonstige ausgeblendete Formatierungssymbole anzeigen“ (siehe Bild unten), kann diese Indexmarkierung ein- oder ausgeblendet werden.

Indexeinträge ein- oder ausblenden
Indexeinträge ein- oder ausblenden

Seltsamerweise wurde bei einem unserer PCs diese Markierung mit ausgedruckt, was schließlich nicht gewünscht ist.

Nach etwas Suche im Netz bin ich dann auf die Antwort gestoßen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Einstellung von Word. Und zwar handelt es sich um den kleinen aber feinen Haken bei „Ausgeblendeten Text drucken“ unter „Datei -> Optionen -> Anzeige“.

Ausgeblendeten Test drucken
Ausgeblendeten Test drucken

Einfach dieses Häkchen entfernen und schon werden die Textmarken nicht mehr gedruckt.

Es kann so einfach sein.

Verzögerung beim automatischen Start von VMs unter VMware ESX konfigurieren

Ein VMware Host kann so konfiguriert werden, dass er, wenn er gestartet wird, die Maschinen, die auf ihm installiert sind, automatisch startet. Auf simple Art und Weise lässt sich hier die Reihenfolge einstellen, welche Maschine zuerst und welche zuletzt gestartet werden soll und vor allem in welchem Zeitabstand. Das ist auch wichtig, denn wenn alle virtuellen Maschinen gleichzeitig gestartet werden, kommt der Host in den meisten fällen ordentlich ins schwitzen. Und das wollen wir ja nicht.

Und so wird’s gemacht:

Im VMware vCenter gibt es bei jedem Host den Tab „Configuration“. In diesem Tab klickst du auf den Punkt „Virtual Machine Startup/Shutdown“ unter „Software“. Hier siehst du nun deine Maschinen in der Reihenfolge, wie sie gestartet werden und mit welcher Verzögerung. Durch Klick auf „Propierties…“ ganz am rechten Rand kannst du das Konfigurationsfenster öffnen:

VMs automatisch starten
VMs automatisch starten

Im folgenden Fenster kannst du das ganze nun ganz nach deinen Wünschen anpassen:

Reihenfolge und Zeit des Starts oder Stops konfigurieren
Reihenfolge und Zeit des Starts oder Stops konfigurieren

Alle VMs, die sich unter „Automatic Startup“ befinden, werden nach dem Start von VMware automatisch hochgefahren. 120 Sekunden „Startup Delay“ bedeutet, dass erst VM1 gestartet wird. Dann wird 120 Sekunden gewartet. Ist diese Zeit um, startet VM2 und es wird wieder 120 Sekunden gewartet, bevor VM3 an der Reihe ist und so weiter und sofort.

Beim Herunterfahren verhält es sich genau anders herum. Hier wird erst die letzte Maschine heruntergefahren (vorausgesetzt die VMware-Tools sind installiert). Anschließend wird 30 Sekunden gewartet und dann kommt die zweit letzte Maschine an die Reihe usw.

Wie du siehst, ist das gar nicht schwer. Aber überlege dir gut, welche Server als erstes wie laufen müssen und welche etwas warten können. Als allererstes wird man wohl immer den Domain Controller startet. Zu beachten gilt auch, dass der Exchange Server oftmals ganz schön lange brauchen kann, bis er gestartet ist. Etwas Planung ist also zu empfehlen.